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Ausstellung: Raymond Gantner – How I learned to stop worrying

Raymond Gantners Kunst zeichnet sich durch eine intensive Beschäftigung mit verschiedenen künstlerischen Medien aus, wie beispielsweise Malerei, Siebdruck oder Fotografie. Seine erste Einzelausstellung in der Galerie Rettberg konzentriert sich auf ausgewählte Siebdrucke und Siebdruck-Collagen auf Papier und Leinwand, die in den letzten zwei Jahren entstanden sind.

Bereits seit seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste München beschäftigt sich der in Rumänien geborene Künstler mit der Siebdruck-Technik. In einer langjährigen Auseinandersetzung entwickelte er diese Methode bis zur Perfektionierung weiter. Bezeichnend für sein Gesamtwerk ist die vielseitige Reflexion mit verschiedenen künstlerischen Medien, die er miteinander kombiniert, ohne sich dabei technische oder gestalterische Grenzen zu setzen. Im Zentrum stehen dabei die kritische Hinterfragung alltäglicher Sehgewohnheiten sowie die Dekonstruktion von Realität. Wie durch ein Prisma zerlegt Gantner die Wirklichkeit in ihre einzelnen Fragmente und setzt sie in seinen Kunstwerken neu zusammen. In vielen seiner Arbeiten beschäftigt er sich mit politischen und gesellschaftlichen Themen oder persönlichen Erlebnissen und Erinnerungen. Meistens geben bereits die Bildtitel Hinweise auf die Bildintention. Beispielsweise basiert der Titel der Ausstellung auf Stanley Kubricks Film „Dr. Strangelove or: How I learned to stop worrying and love the bomb“ aus dem Jahr 1962.

Seine vielseitige Arbeitsweise ist auch den Siebdruckarbeiten dieser Ausstellung immanent.  Der Künstler greift dafür auf eigene Fotografien und Zeichnungen zurück, die er aus ihrer ursprünglichen Umgebung löst und digital verfremdet. Zurück bleiben oft nur schwarz-weiße Gerüste, die im nächsten Schritt mithilfe der Siebdrucktechnik auf dem Bildträger kombiniert werden. Durch eine sorgfältige und detailgenaue Arbeitsweise überträgt Gantner filigrane Muster und Strukturen von der Schablone auf die Leinwand. Es entsteht eine expressionistische, geradezu halluzinatorische Stimmung, die durch den Kontrast aus hellen, neonleuchtenden und dunklen Farbtönen forciert wird.

Während alle Arbeiten zunächst abstrakt erscheinen, werden auf den zweiten Blick feine, figurative Bildelemente sichtbar, die wie Schatten zwischen den rein geometrischen Formen hindurch scheinen. Die Zeichnung einer Palme bildet beispielsweise das Hauptmotiv der Arbeit „O.T.“, die auch in der Ausstellung gezeigt wird. Sie wird umgeben von sich wiederholenden Linien und Mustern in grünen, gelben und rosafarbenen Tönen. Indem der Künstler einzelne Farben übereinanderlegt, ergeben sich auf dem Bildträger neue Farbkompositionen. Durch die Kombination von naturalistischen und amorphen Formen spannt er einen thematischen Bogen zwischen Natur und Konstruktion.

Anlässlich der Ausstellung entstanden ein Künstlerbuch mit ausgewählten Holz- und Linolschnitten der letzten zwei Jahre (39 Seiten in einer Auflage von 38 Stück, signiert und datiert) sowie eine Künstler-Edition (30 Stück, signiert und datiert).

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