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Künstler: Benedikt Gahl

Nicht das Ergebnis, sondern der Malprozess stehen für Benedikt Gahl im Mittelpunkt. Es beginnt mit einem Gefühl oder einem Erlebnis, welches nach und nach in einem expressiven Arbeitsprozess auf dem Bildträger Form annimmt. Dabei wird eine Dynamik frei, die weit über den Rand des Bildträgers hinausgeht. In einzelnen Farbaufträgen komponiert Gahl das Bild collagenartig von hinten nach vorne. Bildtiefe entsteht nicht zentral-perspektivisch, sondern durch das Zusammenspiel aus pastosem und dünnem Farbauftrag. Während die Farbe oft so dick aufgetragen ist, dass sich einzelne Pinselstriche darin geradezu eindrücken, geben dünne Farbflächen an anderen Stellen die vielen tieferliegenden Schichten Preis.
Ölmalerei zählt zu den Konstanten im Schaffen des Künstlers. Darin untersucht er die Autonomie der Farbe, die frei vom Gegenstand agiert. Denn auch wenn manche seiner Werke landschaftliche oder figurative Bezüge verraten, dient ihm die Figur vielmehr als Vorwand. Durch eine Vielschichtigkeit ohne Unterordnung entstehen Werke, die den Betrachter in ihren Bann ziehen. Man verliert sich in ovalen Formen, geschwungenen Linien und scharfen Akzenten, die ihren Platz nach und nach auf dem Bildträger finden. Einzelne Farbnuancen und Schattierungen werden vor allem in der Nähe sichtbar, während sich Farbzusammenhänge erst aus größerer Entfernung erschließen. Form, Farbe und Stil bilden selbst das Bildthema. Der schwierigste Prozess ist der, herauszufinden, wann ein Bild vollendet ist. Denn auch wenn der Künstler die Arbeit zur Seite gelegt hat, kann sie nach Monaten wieder hervorgeholt werden. Jedes Werk befindet sich in einem Zwischenzustand.
Anstatt sich an Vorlieben von außen zu orientieren, geht es dem Künstler darum, in sich hineinzuhören. Einzelne Arbeiten werden zu Zitaten vergangener Gemütszustände, die nur für ihn selbst lesbar sind. Kunst wird zum Privatkosmos.

Benedikt Gahl studierte ab 2002 an der Akademie der Bildenden Künste München als einer der Ersten bei Professor Markus Oehlen und schloss sein Studium 2007 mit Debütantenpreis ab. Nach seiner Ausbildung gründete er 2008 gemeinsam mit den Münchner Künstlern Veit Kowald, Marcel Ralle und Jürgen Winderl den VistVunkVerlag.

zur Übersicht
Vita
2010Projektstipendium der Stadt München
2008Preisträger Debütantenförderung des Freistaats Bayern
2002-2007Studium an der Akademie der Bildenden Künste München, Diplom bei Prof. Markus Oehlen
Einzel- und Dialogausstellungen (Auswahl)
2019"in your face" (mit Patrick Ostrowsky), Galerie Britta von Rettberg, München, GER
2018"Danke. Gut.", Galerie Britta von Rettberg, München, GER
2012"Home is where the Hatred is", Galerie Höhne, München, GER
2007"Spiegelarchiv", Lothringer 13, München, GER
2006"Dreamgeruch", Galerie Adler, Frankfurt am Main, GER
Gruppenausstellungen (Auswahl)
2019"Z COMMON GROUND", Ausstellung Spielort Experimentierfeld, München, GER
"Wiedersehen", Kunstarkaden, München, GER
"Geflügelt ohne Augen spielt der Knabe", Kunstblock Balve, München, GER
2018Neueröffnung, project space, München, GER
"Geflügelt ohne Augen spielt der Knabe", Kunstblock Balve, Munich, GER
2017"Greetings from Munich", Galerie Britta von Rettberg, München, GER
"Fernisering", ROM, CPH
"Artificial Idiocracy", Raumschiff ( Ars Electronica), Linz, AT
2016"Aus der Mitte entspringt ein Kreis", Kunstarkaden München, GER
"Bungalow # 6", Koh Phayam, THA
2015"englische titel", Kunstverein Regensburg, GER
"Fünf Tische", Temporäres Archiv der Gegenwart, München, GER
2010"Chasing the Blickwinkel", Kunstarkaden der Stadt München, GER
2005"Video/ökonomie", ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie,Karlsruhe, GER
"Rigor Mortis", Videonale 10, Ausstellungshalle Bonn, GER
Publikationen (Auswahl)
2016"Koa Zamperl, koa Herrli" (94 Seiten, farbe Broschur)
2010"Know-how-center" (12 Bände à 40 Seiten, s/w, Broschur)
2008Gründung VistVunkVerlag (mit Veit Kowald, Marcel Ralle und Jürgen Winderl)
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